Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2021 für neues Produktionsverfahren zur Impfstoffherstellung mit niederenergetischen Elektronen

Veröffentlicht am

10. Mai. 2021

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Impfstoffe sind derzeit ein großer Hoffnungsträger. Schließlich sollen sie dabei helfen, die Gesellschaft gegen COVID-19 zu wappnen und den Weg zurück in ein normales Leben zu ebnen. Zwar liegt der Fokus derzeit klar auf dem Corona-Virus – doch sind Impfstoffe gegen andere Krankheitserreger ebenfalls elementar. Ein Forscherteam aus drei Fraunhofer-Instituten hat eine, im Vergleich zur herkömmlichen Herstellung, effizientere, schnellere und umweltfreundlichere Produktionsmethode von Impfstoffen entwickelt – und erhält dafür den Joseph-von-Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen und seine Umwelt« 2021.

Die Wege, Impfstoffe zu produzieren, sind seit Jahrzehnten bekannt. Doch mit einem neuen Verfahren zur Produktion inaktivierter »Tot-Impfstoffe« lassen sich Vakzine künftig nicht nur schneller, sondern auch umweltfreundlicher, effizienter und kostengünstiger herstellen als bisher. Stellvertretend für ihre Teams werden Dr. Sebastian Ulbert und Dr. Jasmin Fertey vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI aus Leipzig, Frank-Holm Rögner vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP aus Dresden, sowie Martin Thoma vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA aus Stuttgart mit dem Fraunhofer-Preis »Technik für den Menschen und seine Umwelt« 2021 ausgezeichnet.

Nun erhalten die Forscher die Ehrung für die Entwicklung eines Verfahrens, dass auf niederenergetischer Elektronenstrahltechnologie beruht, mit der Pathogene und auch Krankheitserreger und Viren schonend inaktiviert und somit Impfstoffe effizienter und ohne die Nutzung von toxischen Chemikalien hergestellt werden können.

Lesen Sie mehr zum Preis sowie den entwickelten Verfahren der drei Fraunhofer-Institute in der aktuellen Pressemitteilung.

Das Video zur Entwicklung des neuen Herstellungsverfahrens und zum Gewinnerteam finden Sie auf YouTube.