Jan-Rajchmann-Preis für OLED-Professor Karl Leo

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23. Apr. 2021

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IAPP – 13.04.2021

Physiker Prof. Dr. Karl Leo von der Technischen Universität Dresden wird als erster deutscher Wissenschaftler mit dem Jan-Rajchmann-Preis der US-amerikanischen Society for Information Display (SID) ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die SID Leos „bahnbrechenden Arbeiten zu OLED-Displays, insbesondere die Einführung einer stabilen und kontrollierten Dotierung von organischen Halbleitern für hocheffiziente OLED-Displays.“

Prof. Karl Leo vom Institut für Angewandte Physik der TU Dresden ist mit Leib und Seele Halbleiterphysiker. Seine Hauptinteressen sind neuartige Halbleitersysteme wie halbleitende organische Dünnschichten, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Verständnis grundlegender Bauelementprinzipien und der optischen Antwort.

Seit er 1991 seine erste Organische Leuchtdiode (OLED) gesehen hat, ist er davon fasziniert. „Es war eine Polymer-OLED und sie hatte eine Lebensdauer von ein paar Minuten“, sagt Leo. Nachdem Leo 1993 als Professor für Optoelektronik an die TU Dresden berufen wurde, begann er mit der Grundlagenforschung zu organischen Halbleitern. Er war überzeugt davon, es gäbe eine technische Möglichkeit, OLEDs besser zu machen und vielleicht eine kommerzielle Chance, wenn er richtigläge. Zusammen mit seinen Doktoranden Martin Pfeiffer und Jan Blochwitz arbeitete er an der kontrollierten Dotierung von organischen Halbleitern. Ein Vorhaben, welches zunächst auf viel Skepsis in der Fachwelt stieß.

Im Jahr 2001 gründete Leo mit Pfeiffer und Blochwitz die Firma Novaled, die später von Samsung übernommen wurde und als eines der erfolgreichsten deutschen Start-ups gilt. Mittlerweile sind Bauteile, die am Reißbrett an der TU Dresden entstanden sind, in fast jedem Mobiltelefon und bald auch in jedem Fernsehbildschirm auf der ganzen Welt zu finden.

Mit dem Jan-Rajchmann-Preis erfährt sein Wirken nun auch internationale Anerkennung und verschafft Sachsen weltweite Sichtbarkeit als kompetitiver Standort für Mikro- und Nanoelektronik.

Kontakt:

Prof. Dr. Karl Leo
Institut für Angewandte Physik
TU Dresden
Email: karl.leo@tu-dresden.de

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