Innovatives Mehrkomponenten-Verfahren SULEEI bietet neue Optionen für eine längere Funktionsdauer von biologischen Herzklappenprothesen

Veröffentlicht am

30. Sep. 2019

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Innovatives Mehrkomponenten-Verfahren SULEEI bietet neue Optionen für eine längere Funktionsdauer von biologischen Herzklappenprothesen

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung.

Mit dem am Institut neu entwickelten Verfahren SULEEI kann dezellularisiertes Perikard-Gewebe zur Stabilisierung und Sterilisation (S) durch foto-initiierte ultraviolette Quervernetzung (U) mit niederenergetischem Elektronenstrahl (LEEI) behandelt und vernetzt werden. Dieses Verfahren wird in der Klinik für Herzchirurgie an der Technischen Universität Dresden (TUD) getestet.

Erste Ergebnisse werden auf der XPOMET (10. – 12. Oktober 2019, in Berlin) im Showcase „Future Hospital“ und am Stand des Fraunhofer FEP vorgestellt.

Jährlich werden weltweit ca. 300.000 Operationen zur Behandlung von Herzklappenerkrankungen durchgeführt. Allein in Deutschland werden jedes Jahr bei 30.000 Menschen neue Herzklappen implantiert. Dabei lässt sich ein deutlicher Trend zur Verwendung von biologischen Prothesen, v.a. aus Rinderperikard oder Schweineherzklappen, erkennen.

Damit die Haltbarkeit dieser Bioprothesen verbessert werden kann, haben Wissenschaftler des Fraunhofer FEP in Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung der Klinik für Herzchirurgie der Medizinischen Fakultät CGC der

TU Dresden das SULEEI-Verfahren entwickelt. Dabei handelt es sich um eine neue Behandlungsmethode von dezellularisiertem Perikard-Gewebe zur Stabilisierung und Sterilisation (S) durch foto-initiierte ultraviolette Quervernetzung (U) mit niederenergetischem Elektronenstrahl (LEEI). Bei der Erarbeitung des Verfahrens konnte das Fraunhofer FEP sein Know-how zur Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung einbringen.

Mehr zum SULEEI-Verfahren erfahren Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Für Rückfragen und Diskussionen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ines Schedwill

Leiterin Marketing

Fraunhofer FEP
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